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Jahreabschlüsse 2025
Augsburg, 06.07.2026 (pba). Die Diözese Augsburg hat ihren Jahresabschluss 2025 vorgelegt. Demnach betrug die Bilanzsumme der Diözese Augsburg - Körperschaft des öffentlichen Rechts - zum 31. Dezember 2025 838,1 Mio. Euro (2024: 828,0 Mio. Euro). Abgeschlossen wurde das Jahr 2025 mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von 1,96 Mio. Euro (2024: 11,4 Mio. Euro).
Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) für große Kapitalgesellschaften erstellt und von den zuständigen diözesanen Gremien genehmigt. Wie in den Vorjahren erhielt er den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk einer unabhängigen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft.
Die Einnahmen aus der Kirchensteuer, die wie im Vorjahr rund 83,8 % aller Erträge der Diözese ausmachen, betrugen im Jahr 2025 379,1 Mio. Euro (2024: 369,7 Mio. Euro). Damit liegt die Entwicklung des Kirchensteueraufkommens unter der Vorjahresprognose, in deren Rahmen für den Haushalt 2025 Einnahmen aus der Kirchensteuer in Höhe von rund 384,9 Mio. Euro erwartet worden waren. Die Zahl der Katholiken im Bistumsgebiet ist im Jahr 2025 auf 1.101.128 (2024: 1.126.453) Mitglieder gesunken.
Bischof Dr. Bertram Meier: „Ich möchte von Herzen allen Gläubigen danken, die mit ihrer Kirchensteuer dazu beitragen, dass die Kirche von Augsburg ihre pastoralen, karitativen und weltkirchlichen Aufgaben und Verpflichtungen, die so vielen Menschen zugutekommen, erfüllen kann. Vergelt‘s Gott!“
Die Gewährung von Zuschüssen an Kirchenstiftungen und andere kirchliche Einrichtungen machte im Jahr 2025 abermals einen großen Teil der Aufwendungen aus. Die ausgereichten Mittel in Höhe von 179,3 Mio. Euro (2024: 169,5 Mio. Euro) haben zahlreiche kirchliche Aktivitäten überhaupt erst ermöglicht. Neben der Sicherstellung der Pfarrseelsorge vor Ort sind die Zuschüsse wichtig, um unter anderem sozial-karitatives Wirken für Kranke und Pflegebedürftige, Flüchtlinge, Obdachlose und Familien zu unterstützen. Ebenso können dadurch vielfältige Bildungsangebote in kirchlichen Vereinen und Verbänden sowie kirchlichen Einrichtungen der Erwachsenenbildung einer breiten Öffentlichkeit angeboten werden. Davon profitierten unter anderem der Diözesancaritasverband ebenso wie der Sozialdienst Katholischer Frauen, die Katholische Jugendfürsorge und der Katholische Verband für Soziale Dienste. Gleichzeitig dienten die Zuschüsse der regelmäßig notwendigen Sanierung von Kirchen, Pfarrheimen und Pfarrhäusern.
Zur Förderung überdiözesaner Zwecke haben sich die sieben bayerischen (Erz-)Diözesen zum sogenannten Überdiözesanen Fonds Bayern (ÜDF) zusammengeschlossen. Die Diözese Augsburg hat im Jahr 2025 6,7 Mio. Euro (2024: 8,1 Mio. Euro) an Beiträgen geleistet. Wesentliche Zuschüsse aus diesem Fonds gingen an die Stiftung Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt, die Katholische Akademie in Bayern sowie die Stiftung Katholische Bildungsstätten für Sozialberufe in Bayern. Zudem flossen aus Augsburg 6,6 Mio. Euro (2024: 6,7 Mio. Euro) an den Verband der Diözesen Deutschlands (VDD) zur Finanzierung der Aktivitäten der Deutschen Bischofskonferenz sowie 1,8 Mio. Euro (2024: 1,8 Mio. Euro) als Strukturbeitrag zur Unterstützung der Kirche in Ostdeutschland. Die Personalkosten des Bistums bilden mit 196,5 Mio. Euro (2024: 186,2 Mio. Euro) den größten Gesamtaufwandsposten.
Der Bischöfliche Finanzdirektor Dr. Dominikus Kleindienst: „Mittel- und langfristig wird es immer herausfordernder werden, annähernd ausgeglichene Jahresergebnisse zu erzielen, denn Seelsorge ist personalintensiv – und rein tariflich bedingt wird der Personalaufwand weiter steigen. Umso wichtiger wird es, dass das Bistum Augsburg Prioritäten setzt.“
Auch die Jahresabschlüsse 2025 des Bischöflichen Stuhls der Diözese Augsburg – Kirchliche Stiftung des öffentlichen Rechts -, des Domkapitels des Bistums Augsburg – Körperschaft des öffentlichen Rechts - sowie des Katholischen Pfründestiftungsverbunds St. Ulrich – Kirchliche Stiftung des öffentlichen Rechts - erhielten jeweils den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk einer unabhängigen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft.
Doppelhaushalt 2025/2026 der Diözese Augsburg
Augsburg, 10.02.2025 (pba). Das Bistum Augsburg hat trotz herausfordernder Rahmenbedingungen für die Jahre 2025 und 2026 einen ausgeglichenen Haushalt vorgelegt. Das Volumen der jetzt verabschiedeten Jahresbudgets beträgt 455,2 Millionen (2025) bzw. 450,5 Millionen Euro (2026).
Wesentliche Einnahmequelle des Bistums bleibt die Kirchensteuer, die mit rund 384,9 Millionen Euro im Jahr 2025 und mit rund 381,9 Millionen Euro im Jahr 2026 prognostiziert wird. Msgr. Walter Merkt, Bischofsvikar für wirtschaftliche Angelegenheiten, dankt allen Gläubigen, die „durch ihre Kirchensteuer und ihre Spenden weiterhin ermöglichen, dass die Kirche von Augsburg ihren Dienst für Gott und an den Menschen leisten kann.“
Sämtliche Aufwendungen der Diözese werden zu ungefähr 85 Prozent aus den Kirchensteuereinnahmen finanziert. Der weitaus größte Aufwandsposten betrifft die personalintensive Kernaufgabe des Bistums: ca. die Hälfte der Aufwendungen der Diözese kommen direkt der Seelsorge zu Gute.
Neben den Personalkosten (43,3 bzw. 44,9 Prozent der eingesetzten Mittel) stellen die Zuwendungen an kirchliche Stiftungen vor Ort (23,2/23,3 Prozent) die größten Ausgaben der Diözese dar.
Im Bistum Augsburg besuchen täglich mehr als 50.000 Kinder und Jugendliche Kindertagesstätten oder Schulen, die in katholischer Trägerschaft sind. In ihre Betreuung und Ausbildung investiert die Diözese zweistellige Millionenbeträge. In 2025 erhält das Schulwerk der Diözese Zuschüsse i.H.v. 16,6 Millionen Euro, in 2026 i.H.v. 16,29 Millionen Euro. Darin enthalten ist ein jährlicher Zuschuss für Bau- und Instandhaltungsmaßnahmen i.H.v. 4,5 Millionen Euro. An das Kita-Zentrum St. Simpert fließen in 2025 rd. 18,7 Millionen Euro, in 2026 rd. 17,5 Millionen Euro. Darin enthalten sind Zuschüsse für Bau- und Instandhaltungsmaßnahmen an Kindergärten i.H.v. 6,0 Millionen Euro (2025) bzw. 4,8 Millionen Euro (2026).
Der Caritasverband für die Diözese Augsburg e. V. erhält Personal- und Sachaufwandszuschüsse in Höhe von jährlich 10,0 Millionen Euro. Der SKM e.V. erhält jährlich knapp eine Million Euro, unter anderem für den Betrieb des Georg-Beis-Hauses, einer Wohnmöglichkeit für obdachlose Männer.
Mit einem Bau-Etat für die Kirchenstiftungen in Höhe von 36,2 Millionen Euro in 2025 und 34,3 Millionen in 2026 bleibt die Diözese Augsburg ein wichtiger Auftraggeber für die heimische Bauwirtschaft und sichert darüber hinaus den Handwerksnischen (Stuckateure, Restaurateure etc.) ein nachhaltiges Auftragsaufkommen. Wesentliche diözesane Neubaumaßnahmen der Haushaltsjahre 2025 und 2026 betreffen unter anderem zwei Studierendenwohnheime in Augsburg, drei Wohnhäuser für Studierende in Benediktbeuern und ein Familienzentrum in Neuburg. Allein der Etat für Neubauten beläuft sich auf 17,6 Millionen Euro (2025) bzw. 15,5 Millionen Euro (2026).
Finanzdirektor Dr. Dominikus Kleindienst: „Trotz zunehmender Herausforderungen aufgrund tariflich und inflationsbedingter Kostensteigerungen sowie rückläufig zu erwartenden Kirchensteuereinnahmen ist die Diözese bestrebt, ihre Kernaufgaben auch in Zukunft erfüllen zu können. Dabei wird der Fokus insbesondere darauf gelegt, für die Menschen da zu sein - im Gottesdienst, in der Seelsorge, in Kitas und Schulen, in zahllosen caritativen Angeboten. Ich danke allen, die mithelfen, dass wir diese Arbeit auf einem wirtschaftlich soliden Boden weiter tun können.“