1700 JAHRE KONZIL VON NIZÄA
Synodalität in der Alten Kirche und die Fernwirkungen der Konzilslehre
Ein Beitrag zum Heiligen Jahr 2025. Vorträge im Haus Sankt Ulrich, Augsburg
Was Christen ausmacht
1700 Jahre Ökumenisches Konzil von Nizäa würdigt das Akademische Forum als Beitrag zum Heiligen Jahr 2025 mit Vorträgen von Frau Prof. Dr. Riedl und Prof. Dr. Matthias Simperl.
Beide haben sich im Rahmen ihrer wissenschaftlichen Qualifikationsschriften intensiv mit dem Konzil auseinandergesetzt.
Als ökumenisches Zeichen trägt die Schola des Collegium Orientale aus Eichstätt liturgischen Gesang in byzantinischer Tradition vor.
Die Synode von Nizäa 325 ist das erste ökumenische Konzil der Christenheit, also eine Versammlung, zu der erstmals alle Bischöfe des Römischen Reiches eingeladen waren. Ein Blick auf die historischen Ereignisse zeigt, dass das Synodengeschehen von einer Vielzahl von Konflikten und höchst unterschiedlichen Interessen bestimmt war. Der Vortrag thematisiert die Vorgeschichte dieser Konflikte genauso wie Lösungsstrategien und nimmt schließlich in den Blick, wie Teilnehmer rückblickend Ablauf und Ergebnisse der Synode bewerteten. Dabei zeigt sich: Eine einheitliche Wahrnehmung gibt es nicht, zur Erfolgsgeschichte wurde die Synode erst mit dem Abstand einiger Jahrzehnte.
(Matthias Simperl)
Das Große Glaubensbekenntnis geht auf Formulierungen des Konzils von Nizäa (325 n. Chr.) und Erweiterungen durch das zweite ökumenische Konzil in Konstantinopel (381 n. Chr.) zurück. Es birgt die Kurzfassung dessen, was einen Christen wirklich ausmacht: biblisch verbürgt, lehramtlich-konziliar verbrieft und gesamtchristlich konsensfähig. Das Große Glaubensbekenntnis stiftet in seinem Bekenntnis zum dreieinen Gott und seiner Heilsgeschichte mit den Menschen zwischen Schöpfung, Erlösung und Vollendung die spezi fische Identität des christlichen Glaubens und steht für einen gelingenden Gottesbezug aller Christen ein.
(Gerda Riedl)
Programm
18.30 Uhr Begrüßung und Einführung
18.40 Uhr Nizäa 325 - oder: handfeste Synodalität
Prof. Dr. Matthias Simperl
19.25 Uhr Rückfragen
19.30 Uhr Pause
19.45 Uhr Das große Glaubensbekenntnis gesungen von der Schola des Collegium Orientale, Eichstätt
19.55 Uhr Was Christen ausmacht - oder: das nizäno-konstantinopolitanische Glaubensbekenntnis
Prof. Dr. Gerda Riedl
20.40 Uhr Rückfragen und Gespräch
20.50 Uhr Ende der Veranstaltung
Moderation: Frederic-Joachim Kaminski
Die Referenten
Prof. Dr. Gerda Riedl
Studium Katholische Theologie, Lateinische Philologie und Germanistik an der LMU-München.
1997 Promotion und 2003 Habilitation an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Augsburg. Gastprofessur an der Universität Innsbruck und Lehrstuhlvertretung an der Universität Augsburg. 2007 Außerplanmäßige Professorin für Dogmatik an der Universität Augsburg.
Seit 2011 Leiterin der Hauptabteilung VI Grundsatzfragen: Glaube und Lehre – Hochschule – Gottesdienst und Liturgie – Kirchliche Bildungsarbeit – Kirche und Kultur im Bischöflichen Ordinariat Augsburg.
Prof. Dr. Matthias Simperl
geboren 1989, ist Kirchenhistoriker und Klassischer Philologe. Nach Studien in Tübingen, München, Rom, Augsburg und Fribourg (Schweiz) schloss er im Februar 2023 sein Doktoratsstudium zur Vorgeschichte des Konzils von Nizäa 325 ab. Die zugehörige Arbeit wurde unter anderem mit dem Albertus-Magnus-Preis des Bistums Augsburg und dem Preis für Junge Theologie der Katholischen Akademie Bayern ausgezeichnet.
Simperl hat außerdem Arbeiten zur stadtrömischen Kirchengeschichte der Spätantike und des Frühmittelalters vorgelegt. Er vertritt derzeit den Lehrstuhl für Kirchengeschichte unter besonderer Berücksichtigung der alten Kirchengeschichte und Patrologie an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Augsburg.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Görres-Gesellschaft, Ortsgruppe Augsburg
Kosten
6.- EUR, Schüler und Studenten frei