Bethlehemitisches Jesuskind in der Pfarrkirche St. Magnus

Auch heuer ist die Pfarrkirche St. Magnus in der Advents- und Weihnachtszeit abends bis 19.30Uhr geöffnet. Wir laden alle herzlich ein in dieser hektischen Zeit ein wenig Ruhe zum Gebet zu finden. Besonders legen wir Ihnen unser schönstes Kleinod ans Herz unser bethlehemitisches Jesuskind. Nachfolgend ein paar Informationen zu unserem Christkindle.

Dieses aus Wachs gefertigte Jesuskind wurde Weihnachten 1756 in der Geburtsgrotte in Bethlehem geweiht und in der folgenden Weihnachtszeit zur Verehrung dort aufgestellt. Der Lenzfrieder Franziskanerpater Gratus Bscheider, der später auch als Guardian dem Kloster Lenzfried vorstand, war in dieser Zeit in Bethlehem als Missionar tätig. Bei seiner Rückkehr nach Lenzfried brachte er dieses Kindlein mit. Mit Genehmigung des Augsburger Bischofs wurde es in der Kirche zur Verehrung aufgestellt. Wallfahrer kamen zu ihm und suchten Trost und Hilfe.

Als 1803 das Aufstellen von Grippen und die Wallfahrten verboten wurde fand auch die Wallfahrt zum Bethlehemitischen Jesuskind ein jähes Ende. Nach der Säkularisation wird es still um das Jesuskind. Wie es in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts weiterging wissen wir nicht. Erst 1868 wird es wieder als Wallfahrtskind erwähnt. Im Jahr 1893 nach der Fertigstellung des Turmbaus blieb noch Geld übrig. Davon kaufte man dem Jesuskind ein neues Gewand. Den reichen Golddrahtschmuck trägt es noch heute. Im Laufe der Jahre restaurierten Lenzfrieder Klosterfrauen später auch weltliche Frauen das Kindlein, die Perücke sowie den Golddrahtschmuck und erneuerten das Hemdchen. Dies belegen 6 Gebetszettel die heute noch unter dem Hemdchen aufbewahrt werden.

Seit 1996 ist es in einem neuen Rokokoschrein auf dem rechten Seitenaltar zur Verehrung ausgestellt. In der Heiligen Nacht wird es während des Gottesdienstes in einer feierlichen Prozession in die Kirche getragen und in die Grippe gelegt.

Quelle: Adolf Bründl in „350 Jahre Pfarrei St. Magnus in Lenzfried“.

St. Magnus - Lenzfried

Die Pfarrei St. Magnus Lenzfried mit Ihren Filialen Leubas und Ursulasried besteht schon seit 1642 und sit seit 2015 in die Pfarreiengemeinschaft Kempten-Ost eingebunden.

Die Zusammenarbeit in dieser Gemeinschaft hat sich in den letzten zwei Jahren sehr positiv entwickelt. Dabei kommt den vielen Vereinen und Gruppen die wichtige Aufgabe zu das Leben in der weltlichen wie auch der kirchlichen Gemeinde positiv zu gestalten. In Lenzfried gibt es jede Menge Möglichkeiten sich zu engagieren und einzubringen, Baustein einer lebendigen Gemeinschaft zu sein.

Sollten Sie Lust haben mit zu machen, so finden Sie hier auf der Internetseite die bestehenden Angebote. Sie werden sehen es ist für Jung und Alt und die verschiedensten Interessen etwas dabei. Wenden Sie sich für nähere Informationen gerne an unser Pfarrbüro, hier wird Ihnen kompetent weiter geholfen.

Wir freuen uns auf Sie.

Der Pfarrgemeinderat, die Kirchenverwaltung und Pfarrer Aleksander Gajewski

Ein weiteres Video des Glockgeläuts von St. Magnus finden Sie unter dem Link:
http://www.youtube.com/watch?v=gKqcGBsSGPM

St. Mangus auf Wikipedia

Ein Beitrag auf Wikipedia:
http://de.wikipedia.org/wiki/St._Magnus_(Lenzfried)