Wohnsituation vor 50 Jahren am Beispiel Schuhmacherring

Am Schumacherring wurden 1958 Wohnblocks errichtet, vor allem für Menschen, die aus Schlesien, Sudetenland, Böhmen vertrieben wurden. Sie fanden hier eine Heimat und auch Geborgenheit in der Kirche und Pfarrgemeinde. Für die Heimat- vertriebenen war es selbstverständlich, dass sie an Sonn- und Feiertagen die Hl. Messe besuchten. Damit wuchsen sie voll und ganz in die Tradition der kath. Bewohner von Kempten Ost hinein.

Wohnsituation heute (2013)

Inzwischen hat sich die Bevölkerung am Schumacherring sehr verändert. Eine neue Generation wuchs heran. Die jungen Menschen suchten anderweitig ihre Lebensräume. Die leer stehenden Wohnungen werden überwiegend von ausländischen Mitbürgern gemietet. So leben Familien aus Afrika, Asien, Griechenland, Italien, Russland und Türkei mit deutschen Familien friedlich unter einem Dach. Die wenigsten gehören der christlichen Kirche an. Das bedeutet, dass sich die Anzahl von kath. Christen in der Pfarrgemeinde St. Ulrich drastisch verringert hat.