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Deutsche Bischofskonferenz

Asien-Reise: Zusammenleben von Religionen und Kulturen im Mittelpunkt

28.07.2026

Bonn (DBK) Der Vorsitzende der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Bertram Meier, ist an diesem Dienstag zu einem mehrtägigen Besuch in Asien eingetroffen. Bis zum 4. August ist er zu Gast in Singapur, Hongkong und Macau. Ziel der Reise ist es, die dortigen Ortskirchen kennenzulernen und sich über die Herausforderungen der katholischen Kirche in diesen chinesisch geprägten Gesellschaften zu informieren.

Auftakt der Reise ist der Stadtstaat Singapur, der wie kaum ein anderer Ort für das Zusammenleben unterschiedlichster Kulturen, Ethnien und Religionen auf engstem Raum steht. Zugleich begegnen sich in dieser hochmodernen Metropole Säkularität und Glaube auf bemerkenswert selbstverständliche Weise. Mitten in dieser religiösen und kulturellen Vielfalt lebt auch die kleine katholische Minderheit. „Singapur fasziniert mich, weil sich hier viele Fragen stellen, die auch für uns in Westeuropa von großer Bedeutung sind: Wie kann das Zusammenleben verschiedener Religionen und Kulturen besser gelingen? Welche Chancen und Herausforderungen bringt diese Vielfalt mit sich? Und welche Rolle spielen Glaube und Religion im Alltag der Menschen?“, erklärte Bischof Bertram nach seiner Ankunft.

Diesen Fragen wird er in Gesprächen unter anderem mit Vertretern der Ortskirche – darunter der Erzbischof von Singapur, Kardinal William Goh – sowie Repräsentanten der Bundesrepublik Deutschland nachgehen. Ziel der Begegnungen ist es, Einblicke in das religiöse, gesellschaftliche und politische Gefüge von Singapur zu gewinnen. 

Auch in Hongkong und Macau bilden Katholiken eine kleine Minderheit. Die gesellschaftlichen, politischen und kirchlichen Rahmenbedingungen unterscheiden sich jedoch deutlich von denen des südostasiatischen Stadtstaates. Als Sonderverwaltungsregionen nehmen Hongkong und Macau innerhalb der Volksrepublik China eine besondere Stellung ein, die sich auch auf das kirchliche Leben auswirkt. Seit dem Inkrafttreten des National Security Law hat sich das gesellschaftliche und politische Leben in Hongkong spürbar verändert. „Ich möchte mir vor Ort ein eigenes Bild davon machen, wie sich die Situation in den vergangenen Jahren entwickelt hat und wie meine Gesprächspartner diese Veränderungen wahrnehmen. Ich bin daher sehr gespannt, wie die Christen in Hongkong und Macau ihren pastoralen und gesellschaftlichen Auftrag unter diesen Voraussetzungen gestalten“, so der Bischof.

Vor Ort führt er unter anderem Gespräche mit dem Bischof von Hongkong, Kardinal Stephen Chow, und dem Bischof von Macau, Stephen Lee Bun-Sang. Außerdem wird Bischof Bertram kirchliche Einrichtungen im Bildungs- und Sozialbereich besuchen sowie wissenschaftliche Institute, die sich mit dem Dialog zwischen Christentum und chinesischer Kultur befassen.