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Diözesanwallfahrt

Auf den Spuren einer Seligen

22.09.2026

An zentrale Orte des Lebens der seligen Maria Theresia Ledóchowska (1863-1922) führt es in dieser Woche eine 24-köpfige Reisegruppe zur Diözesanwallfahrt nach Krakau und Salzburg. Die sechstägige Reise, die von Bischof Dr. Bertram Meier begleitet wird, verbindet geistliche Besinnung, geschichtliche Entdeckungen und kulturelle Erlebnisse an Orten, die mit dem Wirken dieser Kämpferin für die Menschenrechte eng verbunden sind.

Nach der Ankunft in Krakau an diesem Montag bestand die Gelegenheit, das Sanktuarium der Göttlichen Barmherzigkeit, den Turm mit seiner Aussichtsplattform oder das nahegelegene Zentrum Johannes Paul II. zu besuchen. Auch einen kurzen Abstecher in die Innenstadt ließen sich die Pilger nicht entgehen. Zum Abschluss des ersten Tages führten die beiden Missionsschwestern vom hl. Petrus Claver, Sr. Elisabeth aus Augsburg und Sr. Ursula, Oberin des Missionshauses Maria Sorg in Bergheim bei Salzburg, in das Leben und Wirken der seligen Maria Theresia Ledóchowska ein.

In den kommenden beiden Tagen steht - bevor es nach Salzburg weitergeht - neben einem ganztägigen Ausflug in die malerische Ortschaft Lipnica Murowana die Erkundung der Krakauer Altstadt auf dem Programm. Nach einem Besuch des Friedhofs und der St.-Leonhard-Kapelle (UNESCO Welterbe seit 2003) mit dem Grab der Eltern der Seligen feiert die Gruppe mit Bischof Bertram die Heilige Messe in der Kirche St. Simon. Anschließend folgt die Besichtigung des Herrenhauses der Familie Ledóchowski mit der Lourdesgrotte, einem beliebten Gebetsort der Familie.

Am Mittwoch folgt nach der Feier der Heiligen Messe in der Marienkirche am Hochaltar von Veit Stoß ein Spaziergang durch das historische Zentrum, etwa zu bedeutenden Kirchen und Orten des Glaubens: St. Barbara, die Dominikaner- und Franziskanerkirche, das Bischofshaus mit dem „Papstfenster“ Johannes Pauls II. sowie die Jesuitenkirche, ein Gedenkort für die selige Maria Theresia.

In Salzburg wird die Pilgergruppe durch die Stadtarchivarin an zentrale Orte der seligen Maria Theresia durch die Altstadt geführt und feiert anschließend gemeinsam mit dem Bischof die Heilige Messe in der Borromäuskapelle des Salzburger Doms. Nach einem Tagesausflug nach Gmunden am Traunsee endet die Wallfahrt in Maria Sorg bei Lengfelden, wo die Gemeinschaft der Missionsschwestern das Vermächtnis der Seligen bewahrt. 

Auf den Spuren der seligen Maria Theresia Ledóchowska

Zu Lebzeiten bekam sie den Beinamen „Mutter der Afrikaner“, obwohl sie nie den Fuß auf unseren Nachbarkontinent gesetzt hat: Gräfin Maria Theresia Ledóchowska kehrte mit 28 Jahren der glänzenden Welt des Hofes den Rücken, stellte sich ganz in den Dienst der Sklavenbefreiung und gründete 1894 die „St.-Petrus-Claver-Sodalität“, die drei Jahre später die Anerkennung als Ordensgemeinschaft erhielt. Im selben Jahr errichtete sie als Zentrale das Missionshaus Maria Sorg bei Salzburg. Sie starb 1922 in Rom und wurde 1975 von Papst Paul VI. als Missionarin seliggesprochen.