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Kolping

Haus des Friedens und Geist der Weisheit

08.10.2026

Aus eins mach zwei: In einem Festakt wurde heute ein Studierendenwohnheim der Kolpingstiftung in Benediktbeuern eröffnet, mit dem die Kapazität des dort bereits vorhandenen seitens der Stiftung bereitgestellten Wohnraums beinahe verdoppelt werden konnte. Bei der feierlichen Segnung des Komplexes betonte Bischof Bertram, dass die Zeit in Benediktbeuern und in dem kirchlichen Wohnheim für die Studierenden eine „Schule der Weisheit“ sein möge, die bleibende Spuren hinterlasse.

Das Studierendenwohnheim sei ein Ort, an dem viele ganz unterschiedliche Charaktere und Interessen aufeinanderträfen, betonte der Bischof eingangs in seiner frei gehaltenen Ansprache. An einem solchen Ort den Frieden nicht nur zu wahren, sondern zu fördern und als echte Lebenseinstellung zu erhalten, erfordere Engagement und Weisheit: „einander face to face zu begegnen, auch eine Diskussionskultur zu etablieren, auch vielleicht einmal zu streiten, Spannungen auszuhalten, aber trotzdem auch den Frieden zu bewahren.“ Dies solle, so seine Hoffnung, schlussendlich darin münden, "dass Sie sich persönlich näher kommen und dass Sie sich ins Herz schauen lassen, so wie es im Kleinen Prinzen von Antoine de Saint-Exupéry so schön steht: ‚Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.‘“

Auch die anderen Festredner, die verschiedene Projektbeteiligte repräsentierten, betonten den Vorbildcharakter des neuen Wohnheims, das künftig 47 Studierenden Heimstatt und Treffpunkt zugleich sein soll. Der Geschäftsführer der Kolping-Stiftung Augsburg Heinrich Lang betonte, dass hier niedrigschwellig eine Gemeinschaft entstehe, in der Austausch und Begegnung stattfinden könne. Mit der Schaffung zusätzlichen Wohnraums werde die Kirche zudem ihres sozialen Auftrages gerecht und schaffe die Grundlagen für ein gutes Studieren an der in kirchlicher Trägerschaft stehenden Katholischen Stiftungshochschule München, die in Benediktbeuern rund 550 Studierende in Sozialer Arbeit und Religionspädagogik ausbildet. In dieselbe Kerbe schlug Ministerialdirektor Thomas Gloßner, der das Bayerische Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr vertrat: Das Projekt in Benediktbeuern sei „ein Zeichen auch für die nach wie vor gute Partnerschaft von Staat und Kirche“.

Bischof Bertram bei der Segnung der neuen Wohnräume.

Bischof Bertram bei der Segnung der neuen Wohnräume.

Hochschulpräsidentein Prof. Dr. Birgit Schaufler freute sich über das „Geschenk“, das dem Campus Benediktbeuern ganz neue Perspektiven ermögliche. Die kirchlichen Wohnheime seien ein „Sozialraum“, in dem gemeinsam gelernt und gewachsen werde und wo eine echte Gemeinschaft entstehen könne, die auch über die Studiumszeit hinweg weiter trage. Zuletzt erklärte der Geschäftsführer des Augsburger St. Ulrichswerks Mario Höll, dass die Kirche als Bauherr in dieses Projekt sehr viel Arbeit, Geld und Herzblut investiert habe, um den Studierenden in Benediktbeuern eine angemessene Infrastruktur zu bieten: „Ein Projekt funktioniert nie alleine, sondern wirklich nur gemeinsam.“

Das Studierendenwohnheim der Kolping-Stiftung in Benediktbeuern ist mit der Erweiterung von vier auf sieben Wohnhäuser mit insgesamt 97 Wohnungen angewachsen, die zum Teil auch barrierefrei und rollstuhlgerecht gestaltet sind. Zu den Wohneinheiten kommen Gemeinschaftsräume und -küchen für die hier lebenden Studentinnen und Studenten. Bauherr und Eigentümer des Komplexes ist die Diözese Augsburg, die den Bauprozess durch das kirchliche St. Ulrichswerk steuern ließ und die Wohnheimverwaltung an die Kolping-Stiftung Augsburg überträgt. Die Kosten für die Erweiterung beliefen sich auf insgesamt 7,8 Millionen Euro, die zum Großteil durch Zuschüsse des Freistaats Bayern und der Diözese Augsburg aufgebracht werden konnten.

besteht im Moment aus vier Wohnhäusern mit insgesamt 50 Wohnungen. Die Erweiterung, deren Fertigstellung für die Semesterferien 2026 geplant ist, besteht aus drei weiteren Häusern mit insgesamt 47 weiteren Wohnungen, von denen siebzehn barrierefrei und rollstuhlgerecht gestaltet werden sollen. Die Apartments bestehen dabei jeweils aus einem Schlafzimmer, einem Wohnbereich, einem Arbeitszimmer und einem Bad mit Toilette. Dazu kommen Gemeinschaftsräume und Gemeinschaftsküchen für die hier lebenden Studentinnen und Studenten. Die Kosten für die Erweiterung werden mit insgesamt 7,8 Millionen Euro beziffert, die zum Großteil durch Zuschüsse des Freistaats Bayern und der Diözese Augsburg getragen werden.

Die Katholische Stiftungshochschule München kann sich über verschiedene Vorgängereinrichtungen bis in das Jahr 1909 zurückverfolgen und ist seit 1968 in Benediktbeuern präsent. In dem voralpinen Ort studieren derzeit rund 550 junge Menschen in den Bereichen Soziale Arbeit und Religionspädagogik.