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Ökumene

Vesperkirche: alle an einem Tisch

10.03.2026

Das evangelisch-lutherische Dekanat, die Stadt Augsburg, Diakonie und Caritas sowie das Bistum veranstalten heuer erneut die ökumenische Vesperkirche in der St. Paul-Kirche in Augsburg-Pfersee. Das Projekt läuft noch bis zum 15. März. Neben dem gemeinsamen Essen gibt es verschiedene Serviceangebote, Beratungsmöglichkeiten, Gottesdienste und kulturelle Events. Am Dienstag war auch Bischof Bertram dort eingeladen.

Nachdem im vergangenen Jahr fast 8000 Besucherinnen und Besucher bei der Augsburger Vesperkirche zu Gast waren, beschlossen die Verantwortlichen eine Fortsetzung. Schirmherrin ist Oberbürgermeisterin Eva Weber. Willkommen sind in der evangelischen St. Paul-Kirche in Pfersee alle Menschen, unabhängig von Alter, Herkunft, sozialem Status oder Religionszugehörigkeit. So soll ein Zeichen des sozialen Miteinanders und der Solidarität gesetzt werden. Rund 500 Ehrenamtliche unterstützen das zweiwöchige Projekt.

Neben dem leiblichen Wohl wird auch für das seelische und geistige gesorgt. So werden beispielsweise Klangschalenmassagen angeboten. Die Johanniter stellen ein Infomobil, musikalische Mittagshäppchen ergänzen das Programm. Der Second-Hand-Laden sowie die Friseur- und Maniküreangebote weisen auf die soziale Komponente hin. Die Klinikseelsorge bringt sich wiederum im Rahmen ihres Programms zu „Sieben Wochen königlich“ ein.

Der katholische Stadtdekan Helmut Haug zeigte sich über die Zusammenarbeit erfreut. So sei es auch für das Bistum selbstverständlich gewesen, hier eine ökumenische Partnerschaft einzugehen und gemeinsam das Projekt weiterzuentwickeln. Sein evangelischer Amtskollege Frank Kreiselmeier betonte hingegen: „Die Vesperkirche ist eine Einladung sich aufhalten zu lassen und sich gegenseitig Zeit zu schenken, miteinander an festlich gedeckten Tischen zu sitzen mit Essen, Wärme und Gesprächen. So kann Gemeinschaft entstehen.“

Bischof Bertram spricht Dank aus

Bischof Dr. Bertram Meier war am Dienstagabend als Gast beim Benefizessen eingeladen. In seinem Grußwort erinnerte er daran, dass Jesus „uns in diesen 14 Tagen genau hier begegnen will“, hier wohne er. Die Vesperkirche wolle daher einen Ort schaffen, an dem Leib und Seele aufatmen könnten. Es gehe dabei vor allem um einen Raum der Begegnung, des Gesprächs und des Miteinanders, in dem jeder Mensch willkommen sei. Daher danke er auch besonders den vielen ehrenamtlichen Helfern, den katholischen und evangelischen Dekanaten, den Pfarreien sowie der Caritas und der Diakonie, dass sie gemeinsam mit den Spendern und Sponsoren dieses Projekt ermöglicht hätten.

Hintergrund

Die Vesperkirche in der evangelischen St. Paul-Kirche geht noch bis zum 15. März. Sie hat täglich von 11 bis 15 Uhr geöffnet, ab 12 Uhr besteht die Gelegenheit zum Mittagessen. Der Abschlussgottesdienst beginnt am Sonntag um 10 Uhr. Eine Anreise ist möglich mit der Straßenbahnlinie 6 oder den Buslinien 35, 42, 74, 72 und 641. Öffentliche Parkmöglichkeiten sind nur sehr begrenzt vorhanden. Das Programm kann auf der Homepage der Vesperkirche eingesehen werden.