Zahl der Kirchenaustritte sinkt erneut
Augsburg (pba). Die Zahl der Kirchenaustritte im Bistum Augsburg ist im vergangenen Jahr zum wiederholten Mal gesunken. Dies geht aus den Eckdaten kirchlichen Lebens des Jahres 2025 hervor, die an diesem Montag von den 27 Bistümern und Erzbistümern in Deutschland sowie von der Militärseelsorge veröffentlicht wurden.
Die Zahl der Kirchenaustritte sank von 17.711 im Jahr 2024 auf 16.615. In den beiden Vorjahren waren noch mehr als 20.000 Menschen im Bistum Augsburg aus der Kirche ausgetreten. In die katholische Kirche eingetreten sind im Bistum Augsburg 433 Personen (2024: 372). Von den 2,50 Millionen auf dem Gebiet des Bistums lebenden Menschen sind 1,10 Millionen Katholiken (2024: 1,13 Millionen). Das sind knapp 44 Prozent der Gesamtbevölkerung.
Es besuchten knapp 100.000 Menschen an den Sonntagen einen Gottesdienst im Bistum Augsburg.
2025 haben 8.020 Menschen im Bistum Augsburg das Sakrament der Taufe empfangen – weniger als 2024 (8.407). Erneut leicht gestiegen ist die Zahl der Erstkommunionen (10.569 gegenüber 10.361 in 2024) und heuer auch die der Firmungen 7.924 (2024: 7.840). Weiter zurückgegangen ist die Zahl der Trauungen (1.466 gegenüber 1.694 im Jahr 2024). Zudem gab es 11.937 Bestattungen (2024: 12.456) auf dem Bistumsgebiet.
Dass die Austrittszahlen erneut gesunken sind, wertet Bischof Dr. Bertram Meier als positives Signal: „Zudem freue ich mich, dass die Zahlen bei Erstkommunionen und Firmungen ebenso gestiegen sind wie die der Eintritte und Wiederaufnahmen. Dies zeigt mir, dass die Kirche auch noch für junge Menschen durchaus eine Anziehungskraft hat und eine wichtige Rolle im Leben spielen kann. Nichtsdestotrotz dürfen wir nicht müde werden, den christlichen Glauben mit Begeisterung und Überzeugungskraft an die nächste Generation weiterzugeben.“ Die Tatsache, dass immer weniger Eltern ihre Kinder taufen ließen und ihre Ehe unter den Segen Gottes stellten, mache ihm schon Sorgen, so der Bischof.
Weitere Informationen zu den Eckdaten gibt es auf den Seiten der Deutschen Bischofskonferenz.