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Sozialdienst katholischer Frauen

Neue Frauenpension: Obdach für die Seele

10.08.2026

Eine neue Frauenpension des Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) wird zukünftig ehemals obdach- oder wohnungslosen Frauen ein sicheres Zuhause auf Zeit bieten. Für die beiden Gebäude mit 28 Wohneinheiten im Augsburger Stadtteil Pfersee wurde an diesem Montag im Beisein von Bischof Dr. Bertram Meier der Grundstein gelegt. Das Wohnprojekt wird von der St. Vinzenz von Paul Stiftung unterstützt und realisiert. 

Bei einer Segensfeier mit Gästen aus Kirche, Politik und Gesellschaft zeigte sich Bischof Bertram dankbar und erfreut über den Neubau, der Frauen zukünftig eine neue Lebensperspektive eröffne: „Es ist wichtig, dass Frauen ein Obdach für ihre Seele finden. Auch wenn diese Apartments keine Luxusunterkünfte sind, ist es wichtig, dass jede Frau ihren eigenen Bereich hat, in den sie sich zurückziehen kann.“ Er hoffe, dass die Frauenpension ein Netz mit vielen Knoten werde, das Halt gebe und Schutz schenke, formulierte der Bischof als Segenswunsch und Beilage für die Zeitkapsel.

Als wichtiges Zeichen für Augsburg bezeichnete Oberbürgermeister Dr. Florian Freund den sozialen Neubau im Rahmen der Feierstunde. Er machte auf die konkreten Schicksale der Frauen aufmerksam und erinnerte daran, wie rasch eine Notlage doch oftmals eintreffen könne.   

Im Wohngebiet in Pfersee nahe der Ackermanstraße wird das Gebäudekomplex entstehen.
Im Wohngebiet in Pfersee nahe der Ackermanstraße wird das Gebäudekomplex entstehen.

„Leuchtturmprojekt für ganz Schwaben“ nannte Martina Kobriger, Geschäftsführerin des SkF das zukünftige Frauenhaus. „Zwölf Jahre haben wir als SkF für diese Idee gekämpft. Dass wir heute den Grundstein legen, erfüllt mich mit großer Dankbarkeit.“

Getragen und finanziert wird das Projekt maßgeblich von der St. Vinzenz von Paul Stiftung Augsburg. „Es ist uns ein Herzensanliegen, Menschen und vor allem Frauen, die ihre Not oft im Stillen tragen, beizustehen. Die Frauenpension soll ein Ort der Sicherheit und Hoffnung, der Begleitung und Beratung werden“, wandte sich Sr. M. Dorothee Maier, Generaloberin der Kongregation der Barmherzigen Schwestern vom Hl. Vinzenz von Paul an die Festgäste.    

Ziel der neuen Unterkunft ist es, Frauen in prekären Lebenslagen einen geschützten Rückzugsort und professionelle Unterstützung anzubieten. Nach dem Grundsatz „Hilfe zur Selbsthilfe“ erhalten die Klientinnen sozialpädagogische und therapeutische Begleitung von entsprechendem Fachpersonal. Bei den zukünftigen Bewohnerinnen handelt es sich um Frauen, die bereits im Vorfeld Unterstützung von Seiten des Sozialdienst katholischer Frauen in den Einrichtungen der Wohnungsnotfallhilfe des SkF erfahren hatten.  

In der Zeitkapsel fanden auch Segenswünsche der Projektbeteiligten ihren Platz.
In der Zeitkapsel fanden auch Segenswünsche der Projektbeteiligten ihren Platz.

Die beiden zweistöckigen Gebäude bestehen aus jeweils 14 Wohneinheiten und einem begrünten Innenhof. Die einzelnen Apartments, die rund 20 Quadratmeter umfassen, werden ergänzt durch Büro-, Gemeinschafts- und Kreativräumen in einem bereits bestehenden Gebäude in unmittelbarer Nachbarschaft.

Die beiden Gebäude werden in nachhaltig modularer Holzbauweise im kommenden halben Jahr gebaut und fertiggestellt.

 

Sozialdienst katholischer Frauen

Der Sozialdienst katholischer Frauen wurde im Jahr 1912 gegründet und ist seither eine wichtige Anlaufstelle für Frauen und Familien in schwierigen Lebenslagen. In den unterschiedlichen, problemspezifischen Einrichtungen stehen Themen wie Bildung, Integration, Arbeitsmarkt, Gesundheit und Gewaltprävention im Mittelpunkt der Arbeit. Mit unterschiedlichen Projekten und Initiativen trägt der SkF dazu bei, dass Frauen und Familien in Augsburg eine Perspektive für ihre Zukunft haben.